Was verdankt die Weltmode Paris?

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Mailand, London, New York, aber vor allem… Paris! Die größte französische Stadt wird von Modeexperten als die Welthauptstadt der Mode und die Wiege dieser Branche angesehen. Wie ist es dazu gekommen, dass den an der Seine geförderten Trends die ganze Welt folgt, und wie der Pariser Stil die Mode beeinflusst, die wir heute kennen?

Eine Stadt der Kulturliebhaber, der Verliebten, aber vor allem der Mode. Womit hat Paris diesen Titel verdient?

La mode c’est moi!

Die Anfänge der Gestaltung globaler Trends durch die Bewohner von Paris gehen auf das 17. Jahrhundert und auf den französischen Herrscher Ludwig XIV. zurück. Der Sonnenkönig, der Autor der Worte „Der Staat bin ich“ („L’Etat c’est moi”), umgab sich gern mit ungeheurer Pracht und Luxus – schau Dir nur seine Versailles-Residenz an. Er kümmerte sich nicht nur um die Inneneinrichtung, sondern auch um sein eigenes Aussehen. Er wählte die Kleidung so aus, um die Mängel seiner Figur zu kaschieren, und als er anfing, kahl zu werden, zog er massive Perücken mit lockigen Strähnen an. Bald wurde dieser Trend von den französischen Aristokraten übernommen, denen es auch wichtig war, sich gut zu präsentieren.

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Niedrigere soziale Schichten erhielten in den 70er Jahren des 17. Jhs. einen besseren Zugang zur Mode, als die ersten Zeitschriften zu diesem Thema das Licht der Welt erblickten. Zu diesem Zeitpunkt lernte ein breiteres Publikum das Konzept der Jahreszeiten in der Mode und die Veränderlichkeit der Stile kennen. Kurz darauf, zu Beginn des 18. Jahrhunderts, begannen auf den Straßen von Paris Boutiquen und professionelle Schneidereien wie Pilze aus dem Boden zu schießen.

Le début de haute couture

Die Mode war ein so wichtiger Teil des Hoflebens der Habsburger, dass sich die Ministerin für Mode bald in das Gefolge von Marie-Antoinette einreihte. Diese Funktion wurde von Rose Bertin übernommen, die 1770 die beliebte Pariser Boutique Le Grand Mogol eröffnete. Sie war verantwortlich für die Einkleidung des wichtigsten Paares Frankreichs und seiner Elite. Dies waren die Anfänge von der Haute Couture (im wahrsten Sinne des Wortes „hohe Schneiderkunst“) – das Nähen von luxuriösen Outfits auf Bestellung des Kunden. Es war das Gegenteil von Prêt-à-porter („bereit zum Tragen“), d. h. tragefertige Kleidermode, die in den Läden erhältlich ist.

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Nach der Französischen Revolution war es nicht die Aristokratie, sondern das Bürgertum der größte potenzielle Kunde der Modebranche. Der Mann, der dieses Geschäft an der Seine dominierte, war… ein Engländer. Charles Frederick Worth, der im 19. Jahrhundert nach Paris kam, revolutionierte völlig den Ansatz zu Mode. Wir verdanken ihm die Einführung ganzer Kollektionen von Kleidung sowie Modenschauen mit Models. Er war auch der erste, der für ein schlüssiges Markenimage sorgte.

Wusstest Du, dass…

Es Charles Frederick Worth war, der auf die Idee kam, das Entwurf zu skizzieren, bevor er eine – oft teure – Probe erstellte?

Die Leistungen des Engländers führten dazu, dass er als erster Designer galt – und nicht als Schneider. Viele Personen weisen ihm auch den Titel „Vater der Haute Couture“ zu.

Mademoiselle Chanel et monsieur Dior

Das 20. Jahrhundert ist eine wahre Blütezeit der Modebranche. Frauen wurden endlich von versteiften Korsetts und schweren Unterröcken „befreit“, die durch mehr bequeme und praktische Kleidungsstücke ersetzt wurden. Es war der größte Verdienst von Coco Chanel. 1919 eröffnete die Pariser Designerin das erste Modehaus, in dem sie für ihren zeitlosen, bis heute beliebten Stil warb. Das kleine Schwarze, Damenhosen, Tweedblazer, kleine gesteppte Handtaschen und Schmuckimitationen – das sind nur einige Trends, die wir der Französin verdanken. Sie war es auch, die beigefarbene Pumps mit niedrigen Absätzen und schwarzen Spitzen auf den Markt brachte, die den Fuß schlank aussehen lassen sollten.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg rückte Paris erneut in den Fokus der Modewelt – und zwar dank der Kollektion „New Look“ von Christian Dior, die 1947 das Licht der Welt erblickte. Die Kundschaft, die an schlichte Outfits gewöhnt war, war ziemlich schockiert, als sie Diors lange Röcke und Kleider sowie Schnitte sah, die weibliche Formen betonten. Das Markenzeichen seiner Entwürfe war die hervorgehobene Brust und Taille, die anfangs viele Kontroversen auslöste. Seine Kreationen verkörpern jedoch bis heute einen femininen Stil, bei dem High Heels ein untrennbares Element sind. Es ist Dior, dem wir die Form dieser Schuhe verdanken, die wir heute kennen.

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Heute, in einer Zeit, in der Mode für fast alle zugänglich ist und nachfolgende Städte danach streben, die globale Hauptstadt dieses Geschäfts zu sein, ist die Rolle von Paris bei der Gestaltung der aktuellen Trends nach wie vor enorm. Die größten Modehäuser der Welt – auch wenn ihre Gründer keine Franzosen sind – kümmern sich um ihre Präsenz in dieser Stadt, und die hier stattfindende Paris Fashion Week zieht Modefans aus der ganzen Welt an. Wenn Du Dich direkt von den französischen Laufstegen inspirieren lassen möchtest, lies einen weiteren Artikel in unserem Blog.

Der Originaltext wurde übersetzt und an die Bedürfnisse des Blogs eschuhe.de angepasst.
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